Pessimismus

Shangrenade

Ich kann mir nichts darüber vormachen, daß alles zuende ist. In der Nacht sitze ich auf dem Klo und heule. Die Idylle in Flammen aufgehen zu sehen, ist wahrscheinlich noch schlimmer, als sie nicht zu erreichen. Unerträglich ist es auch, daß es für nichts geschieht. Es gibt keinen einsehbaren Grund. Es ist nur ein Fluch, der mich verfolgt, und der alle meine Anstrengungen zunichte macht. So etwas darf einfach nicht passieren. Denn wenn es einmal geschieht, wird immer die Furcht bleiben, daß es wiederkommt.

Die Vögel beginnen in der Morgendämmerung zu singen. Jetzt wäre der Moment, aus dem Leben zu verschwinden. Das Leben ist Leiden. Da gibt es für uns anscheinend keine Ausnahme.
Der Phase des vollen Erblühens folgt das Welken. Da gibt es kein Entrinnen. Wie soll ich weiter meine Arbeit tun? Als ob nichts geschehen wäre? Soll ich Optimismus ausstrahlen, damit meine Frau gesund wird? Woher soll ich die Kraft nehmen, für diese endlosen Gespräche über Hirngespinste? Wenn die Zukunft so grau ist wie der heraufziehende Morgen. Aaltje hat mich, um über sich zu reden. Aber wen habe ich? Nur noch dieses Buch.
Werde ich dies einst lesen und darüber lächeln? (Nö, es entsetzt mich immer noch.)

Fortsetzung folgt. Unerbittlich.
Apokalypse im Treppenhaus. Nam Yune Paik schädigt mein Ohr.

Advertisements

Ein Gedanke zu „Pessimismus

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s