Via noctis 0:40

Whistler-Nocturne

Bodenloser Absturz. Schwäbelnder Irrenarzt. Gefühl, aus Glas zu sein und zu zerspringen. Schlaflos. Uhr tickt humpelnd. Regen und Kälte. Sich nicht mehr zusammenhalten können. Alles ist falsch. Alles war immer falsch. Häusliche Phobie. Nicht wissen wohin. Fluchtgedanken. Wunsch nach Betäubung. Ruhelos. Aggressiv brüllend durch’s ganze Lehrerzimmer. Zurücktrampeln. Gefühl des Endpunkts. Krise. Ende der Idylle. Neuorientierung. Was brauche ich um abzuhauen? Schlafsack, Motorrad. Gedanken über Yanto. Immer wieder Yanto. Für ihn muß ich durchhalten. Ich kann ihm nichts antun. Ich kann nicht tun, was andere tun. Ich muß für ihn dasein.
Aushalten.
Leere.

Der blinde Koto-Spieler Michio Miyagi erfand 1921 die 17-Saiten-Koto und fiel 1948 aus einem fahrenden Zug.
Man muß die Saiten berühren „wie eine Libelle das Wasser und wie Biene und Schmetterling auf Blumen ruhen".

James McNeill Whistler (1834-1903), „Nocturne", Kupferstich und Kaltnadel, 1879

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