Jubiläum, symmetrisch

D15.Jahrh.Holz

Da war einer modern im 15. Jahrhundert: er weist auf 3 (Ikosaeder, Oktaeder, Dodekaeder) der 5 Platonischen Körper (+ Kubus, Tetraeder), die unter den Polyedern ideale Symmetrien aufweisen. Platon (427-347 v. Chr.) ordnete diesen Objekten in seiner Naturphilosophie die 4 Elemente (Erde, Wasser, Luft und Feuer) zu, und im Dodekaeder sah er das gesamte Universum verkörpert. Tatsächlich finden sich diese Formen vielfach in der organischen und anorganischen Chemie. Leider weiß ich nich, wer der Holzkopf iss (Starke Frisur!). Erstaunlich, daß er nich verbrannt wurde. Jedenfalls lebte er in der Vor-Musical-Ära.
Manchmal muß man den Menschen einfach zeigen, daß es noch anderes als die Flachwaren-Angebote der Medien gibt, und daß Kreativität auch und besonders im nicht Vorgefertigten, Unorganisierten wurzelt. Leider hat Redakteur Bonath, dieser Lümmel, vergessen zu erwähnen, um welchen genialen Kunsterzieher es sich handelte, aber ich bekam mein Gehalt trotzdem regelmäßig:

Zum Jubiläum Freiplastik vor Aula des Gymnasiums

„Die Idee stammte aus dem Architekturkurs 12/1-Ku 2. Ausgehend von den Designvorstellungen R. Buckminster Fullers, der den Tetraeder als idealen Baustein für ein räumliches Fachwerk ansah, sollten Modelle für eine Freiplastik aus Anlaß der Jubiläumsfeier des Ratsgymnasiums (40 Jahre) entwickelt werden … Die Schülerin Ute Briesen erstellte das Modell, das aus einem mit Folie bespannten Tetraeder besteht, in dem sich die anderen Formen in verschiedenen Größen und Materialien befinden. Dieses Objekt wurde in aufwendiger Arbeit von den Kursteilnehmern realisiert und soll noch bis zum … ein Symbol für die geistige und praktische, naturwissenschaftliche und künstlerische Arbeit am Ratsgymnasium sein." 12.7.1989

Freiplastik-89

Auf einem silbern angestrichenen Dodekaeder befand sich ein schwarzer Kubus. Darauf der Ikosaeder und eine Kugel (Ob wir auch den Oktaeder verwendeten, weiß ich nich mehr.). Daneben waren 2 schwarze Schüler-Schattenprofile aus Spanplatten aufgestellt, die die Zahl 40 bildeten. Die benachbarten Hauptschüler konnten dieses Symbol wohl nicht ertragen, weshalb wir es nach den Ferien mutwillig zerbrochen und zerfetzt vorfanden. Aus diesem Grund kann ich mich auch nicht für Graffiti begeistern. Dahinter steht eher eine zerstörerische als eine aufbauende Haltung. Graffitis am Schulgebäude, andere Beschädigungen, Einbrüche und Gewalt gegen Gymnasiasten häuften sich in der Zeit.

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