Bilanz des Russeneinfalls

Neidenburg

[„Das Ostpreuβenblatt“, 21.8.1971:

„Wer spricht heute noch von jener 1. Flucht der ostpreuβischen Grenzbevölkerung … kurz nach dem Ausbruch des 1. Weltkriegs? Heute, nachdem wir die gröβte Massenaustreibung aller Zeiten mit Millionen flüchtender Menschen auf den Landstraβen unter unbeschreiblichen Bedingungen erlebt haben, gilt jene Flucht von 1914 nichts mehr in der Erinnerung der meisten Menschen … Schon vor der amtlichen Kriegserklärung wütete in einigen Grenzstrichen Ostpreuβens zwischen Allenstein und Lyck, zwischen Reuburg und Memel, Mord und Brand, den russische Truppen damals zum 1. Mal seit dem Siebenjährigen Krieg wieder in deutsches Land hineintrugen … Die Bilanz jenes Russeneinfalles 1914 war für die Provinz Ostpreuβen entsetzlich genug. Mehr als 3000 Zivilpersonen sind ermordet, über 11000 Männer, Frauen und Kinder in das Innere des Zarenreiches verschleppt worden. Nur die Wenigsten von ihnen kehrten zurück. In der Hauptsache durch Brandstiftung wurden rund 41500 Gebäude total zerstört und etwa 60000 Bauwerke sind unbewohnbar geworden. Neben zahlreichen verbrannten und gesprengten öffentlichen Gebäuden zeugten 27 zerstörte Kirchen von den Kriegsschrecken in Ostpreuβen, … .“]

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