Elefantenvogelmord

Aepyornis

… Schließlich schwang ich die Leine so schnell wie möglich über dem Kopf und warf sie nach ihm. Das erstemal verfehlte ich ihn; aber das zweitemal schlang sich der Strick prächtig um seine Beine, immer wieder und wieder … Plumps! Er fiel um. Ich stand dabei bis zur Hüfte in der Lagune; und sobald er am Boden lag, war ich auch schon aus dem Wasser und sägte mit meinem Messer an seinem Hals …
Noch jetzt mag ich gar nicht daran denken. Wie ein Mörder kam ich mir dabei vor, so zornig ich auch auf ihn war. Als ich so über ihn gebeugt stand und ihn auf dem weißen Sand bluten sah, und seine schönen, großen Beine zuckten und schlugen im letzten Todeskampf … es war nicht schön!
Mit dieser Tragödie kam die Einsamkeit wie ein Fluch über mich …

aus H.G. Wells, „Die Äpyornis-Insel"

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s