Synkretismus

Schuffenecker-Bernard-Gauguin

Synkretismus = die Verbindung verschiedenartiger philosophischer Lehren, ohne auf innere Übereinstimmung zu achten; auch die Verschmelzung verschiedener Religionen und Kulte
Ein typischer Vertreter synkretistischer Kunst war Paul Gauguin, der seine Malerei als synthetisch und symbolisch bezeichnete, und dessen ozeanische Motive oft japanischen, ägyptischen, europäischen, javanischen oder peruanischen Ursprungs waren. „Ich werfe Gauguin nicht vor, daß er einen zinnoberroten Hintergrund malt, auch nicht die zwei kämpfenden Krieger und die bretonischen Bäuerinnen im Vordergrund [in „Jakobs Kampf mit dem Engel‘]; ich beanstande jedoch, daß er diese Elemente von den Japanern, den byzantinischen Malern und anderen gestohlen hat.“ Camille Pissarro (1830-1903)

„Es ist möglich, die eigene Identität auszuwählen, herzustellen und dann auch wieder zu verändern, wenn die Moden wechseln und die Möglichkeiten des Lebens sich erweitern. Die Moderne erhöht jedoch zugleich auch die Abhängigkeit von den anderen, denn da die Zahl möglicher Identitäten zunimmt, muß man Anerkennung finden, um eine stabile, anerkannte Identität zu erlangen … Umgekehrt kann die eigene Identität sich derart verhärten, daß sich Überdruß und Langeweile einstellen.“ Douglas Kellner, „Populäre Kultur und die Konstruktion postmoderner Identitäten“, 1992

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Ein Gedanke zu „Synkretismus

  1. Der Engel des abwechselnden Weltbildes der eigenen Identität ?
    Überdruß und Langeweile kann die Identität sogar verbessern !

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