Vorwort auf Seite einhundertdreiundachtzig

neonschmerz

Schreibt mir Herr Wolfgang Jokiel aus Wildeshausen: „Seht geehrter Herr Dobat (ohne Ausrufezeichen)
Ich habe versucht (ohne Komma) Sie zu erreichen, leider erfolglos (Ich hab kein Telefon – hi, hi!). Darum bitte ich Sie, mich montags bis freitags in der Zeit von 9.00-20.00 Uhr anzurufen.“
Antworte ich: „Könnten Sie mir vielleicht mitteilen, weshalb Sie versucht haben, mich zu erreichen?“
Eines Tages erreichte mich niemand mehr (JETZT). Etwas, was ich mir schon immer gewünscht hatte. Doch wurde ich schließlich unruhig, weil mich niemand mehr erreichte, so daß ich beschloß, auf meinen Graureiher zu steigen und über den Pazifik ins Land der Seligen zu fliegen.
Dort begannen alle die im Folgenden erzählten Verwicklungen.
An sich berichtet dieses Buch die ganz alltägliche Geschichte eines Studienrats, der sich auf der äußersten Nordspitze Sulawesis zwischen Reisfeldern ansiedelte und dort zu Nichts wurde. Und man könnte meinen, es sei eine Autobiographie, da ich ein Studienrat bin, der sich auf der äußersten Nordspitze Sulawesis niederließ. Aber natürlich ist es das nicht, denn wer kann schon unvoreingenommen über sich selbst schreiben. Zwar fliege ich auf meinem Reiher gelegentlich über meinen Reisfeldern herum und auch ein wenig überm Pazifik, aber etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden oder schon zu Nichts gewordenen Personen, Schauplätzen oder Ereignissen sind rein zufällig.

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