Materialien zum Phänomen der Wahnidee (III)

Wahnflug

„Die gute Nachricht (Februar 1995)
Unser Leben besteht aus Informationen. Kleine und große Eindrücke, Erlebnisse und Informationen erreichen unsere Sinne und unsere Seele. Manche Ereignisse sind so schwer, daß wir sie nicht verkraften. Gerade in den letzten Wochen werden wir an füchterliche Dinge erinnert, die sich nun 50 Jahre jähren. Viele von den direkt Betroffenen können die Bilder, die Schreie, den süßlichen Geruch der Krematorien oder die schrecklichen Erlebnisse auf der Flucht nie wieder loswerden … Doch dann geht diese Nachricht um die Welt. Der Tod ist besiegt. Jesus Christus ist auferstanden. Jesus lebt. Die Schuld ist gesühnt. Jesus starb für unsere Sünden. Der Weg zum Himmel ist frei. Wir haben Zugang zum Vater, Frieden mit Gott.
Es gibt eine ganze Reihe Zeugnisse von Christen, die mit der Hoffnung des ewigen Lebens in die KZ’s und in den Tod gegangen sind … Der Höhepunkt der guten Nachricht ist die Botschaft von unser aller Auferstehung … und die Nachricht von der Wiederkunft Jesu am Ende unseres Zeitalters. Nach einer Zeit notvoller Ereignisse (Kriege, Erdbeben, Hungersnöte, Seuchen) wird dieser Zeit ein Ende gesetzt durch das Kommen Jesu. Mit dieser Zusage Jesu und der Bitte seiner Gemeinde – Ja, ich komme bald. Amen, ja komm, Herr Jesu! und einem Segenswort endet die Bibel. Daran laßt auch uns im Glauben festhalten, denn Gottes Wort ist ein festes Fundament. Es hat alle Kritiker überlebt und erfüllt sich Schritt für Schritt.“
Hermann Brüns

„Daß jeder als ‚unsterbliche Seele‘ mit jedem gleichen Rang hat, daß in der Gesamtheit aller Wesen das ‚Heil‘ jedes einzelnen eine ewige Wichtigkeit in Anspruch nehmen darf, daß kleine Mucker und Dreiviertels-Verrückte sich einbilden dürfen, daß um ihretwillen die Gesetze der Natur beständig durchbrochen werden – eine solche Steigerung jeder Art Selbstsucht ins Unendliche, ins Unverschämte kann man nicht mit genug Verachtung brandmarken.“ (Friedrich Nitzsche, „Der Antichrist“)

Da meine Seele die Brünsche Gedankenwelt nur schwer verkraftet, sah ich mich gezwungen, durch Umstellen und Reduzierung der guten Nachricht mittels eines nur mir offenbarten metaphysisch-automatischen Systems, dem subtexturalen Inhalt auf die Spur zu kommen:

Die Gute
Unser Geruch stößt kleine und große Dinge in die Flucht. Leben werden unsere Sinne so schwer, daß aus Informationen manche Ereignisse, die sich für viele nie wieder lösen, gerade den letzten Betroffenen besiegen. Die Schreie mußten gute Mächte festhalten. Fürchterliche Jünger erreichen in dieser Not alles Schreckliche, was für ihr Herz auferstanden lebt. Dem süßlichen Sohn Gottes sind seine Starre und Informationen nicht faßbar, und unsere Seele besteht direkt zum Frieden oder über die Hinrichtung. Doch dann geht die Gute in die Welt, und am Morgen sind Eindrücke nicht erinnert. Die Bibel erlebt vor der Auferstehung zuerst noch die Schuld, die mit der Hoffnung eine besondere Gestalt mag. Auf dieser Welt verkraften der Schock und die Nachricht unsere Sünden. Jesus könne die Bilder frei erwarten und ganz gewiß Erlebnisse loswerden. Der Tod starb für Zugang in den Tod. Die schrecklichsten Erlebnisse mit ihren Informationen über unschuldige Christen sind sicher die Verse: Was kommen wird, kommt Schritt für Schritt!

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