Achimarschdu!

Markus-Luepertz

Wird die persönliche Vergangenheit so aufgearbeitet, daß die Unmittelbarkeit der inneren Anteilnahme des Künstlers zu einem Übergewicht des erzählerischen Gehalts führt, ist das Ergebnis nach Dr. Andreas Blühm, Regensburg, keine bedeutende Malerei, sondern Anekdote. Auch darf der Künstler sich nicht auf Reisen flüchten, wenn die innere Inspiration und die örtlichen Erlebniswelten nicht mehr ausreichen. Blühm stellt u.a. Markus Lüpertz aus, der besonders in seinem plastischen Werk zum xten Male griechische Mythologie aufwärmt: „Gott ist für mich als Katholik die Projektion alles Guten, alles Wissens. Alles, was wir uns zusammengetragen haben an Sein, bis hin zu den wunderbaren Geschichten in der Bibel. Deswegen ist die Religion wichtig, weil sie den Glauben verlangt an Ideale, Ungereimtheiten, Unglaubwürdiges. An diesen großen Traum zu glauben, so unrealistisch er ist, finde ich wunderbar. […] Schauen Sie sich doch nur die Kirche an, allein die Deckengemälde, die Mosaiken, die Glasfenster. Die katholische Kirche ist für mich die bildnerisch Aufregendste. Das Hausgemachte, das Eingemachte, das Selbsterfundene, das Selbstbetriebene ist die katholische Kirche, und die Menschen waren bereit, daran zu glauben. Jetzt haben wir das Gegenteil […]“ (2006)

Unsere Zeit ist wissend … Was ehemals bloß krank, heute ward es unanständig – es ist unanständig, heute Christ zu sein. Und hier beginnt mein Ekel.
Friedrich Nietzsche, „Der Antichrist“

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