Hiob iss sauer

boese

Einst klagte Hiob aus dem Lande Uz (3, 11): „Warum starb ich (Fehlkonstruktion) nicht bei meiner Geburt, verschied nicht, als ich aus dem Mutterschoß kam? Warum nahmen mich Kniee entgegen, und wozu Brüste, daß ich sog? So läge ich nun und wäre stille, ich schliefe, da hätte ich Ruhe, …“
Worauf sein Freund Eliphas von Theman, der sich wahrscheinlich auch ein Haus aus sehr altem Eichen-Fachwerk gebaut hatte, erwiderte (5, 1): „Rufe doch! ob einer ist, der dir Antwort gibt? Und an wen von den Heiligen willst du dich wenden? … Ich selbst sah Wurzeln schlagen den Toren – da plötzlich ward morsch seine Wohnstatt; …“
Und ein anderer Freund Hiobs, Bildad von Suah, der Stürme und Erdbeben kannte, bekräftigte das mit (8, 15): „Er stützt sich auf sein Haus, und es hält nicht stand, er hält sich daran, und es steht nicht fest.“
Worauf Hiob auf seinen Garten schaute und weiterklagte (14, 1): „Der Mensch, vom Weibe geboren, ist kurzen Lebens und voller Unruhe. Wie eine Blume geht er auf und welkt, schwindet dahin wie ein Schatten und hat nicht Bestand … Denn für einen Baum gibt es doch eine Hoffnung: wird er gleich umgehauen, er kann wieder treiben, und seine Schosse hören nicht auf. Wenn seine Wurzel auch alt wird in der Erde und sein Stumpf im Staub erstirbt, vom Duft des Wassers schlägt er wieder aus und treibt Zweige wie ein frisches Reis. Der Mann aber stirbt und ist dahin, der Mensch verscheidet – und wo ist er? …“
Jenes bestätigte Eliphas von Theman (15, 31): „Nicht traue er auf Nichtiges, er ist getäuscht; denn das Nichts wird seine Vergeltung sein! …“
Und Hiob klagte noch eine Weile weiter (21, 23): „Der eine stirbt inmitten seiner Kraft, in tiefer Ruhe und in Frieden; seine Tröge sind voll Milch, und das Mark seiner Gebeine wird getränkt. Der andere stirbt betrübten Herzens und hat nie das Glück gekostet. Zusammen betten sie sich in den Staub, und der Moder deckt sie beide … Doch die Weisheit – wo ist sie zu finden? Wo ist die Stätte der Erkenntnis? Der Mensch kennt nicht den Weg zu ihr, sie ist nicht zu finden im Land der Lebendigen. Die Flut spricht: ‚In mir ist sie nicht‘, und das Meer spricht: ‚Sie ist nicht bei mir.‘ Man kann nicht Feingold für sie geben und nicht in Silber ihren Preis darwägen … Gold und Glas kommt ihr nicht gleich, noch kann man sie eintauschen um gülden Gerät. Vergessen sind Korallen und Kristall, der Weisheit Besitz geht über Perlen … Verhüllt ist sie den Augen alles Lebendigen, und den Vögeln des Himmels ist sie verborgen. Abgrund und Tod, sie sprechen: Nur ein Gerücht von ihr haben wir gehört.“ Was aba Franz von Assisi ganich voll begriffen hat.
Da war Gott latürnich angepiekt, und er drohte Hiob aus einer Wolke heraus folgendermaßen (38, 1): „Wer ist’s, der da verdunkelt den Ratschluß mit Reden ohne Einsicht? … Hast du in deinen Tagen je dem Morgen geboten, dem Frührot seinen Ort gewiesen, daß es die Säume der Erde erfasse und die Gottlosen von ihr abgeschüttelt werden? daß sie sich wandelt wie Ton unter dem Siegel und sich färbt wie ein Gewand? daß die Gottlosen ihres Lichtes beraubt werden und der erhobene Arm zerbrochen wird?“ Worauf Hiob voll geplättet alles widerrief und die Hand auf seinen Mund legte. Zum Glück wurde er nich verbrannt sondern stattdessen 7 Stiere und 7 Widder. Das erfreute Gott derartig, daß er Hiob 14000 Schafe, 6000 Kamele, 1000 Joch Rinder und 1000 Eselinnen gab. Ferner schenkte er ihm 7 Söhne und 3 Töchter, was Hiob so begeisterte, daß er noch 140 Jahre lebte.
Und wer das glaubt, kricht auch 6000 Kamele.

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2 Gedanken zu „Hiob iss sauer

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