Across The Wide Missouri

 

Nun ja, die führenden Indianer waren immer noch angemalte Weiße mit dümmlicher Konversation und die Traum-Blackfoot-Squaw von Clark Gable (mit Gigolo-Schnurbart) eine Mexikanerin namens Maria Elena Marqués. Aber das wollte ich auch: Wildnis, Blockhaus, Indianerin und schicke Lederjacke. „Across The Wide Missouri“ (1951), der in D unter dem Titel „Colorado“ lief, war kein finanzieller Erfolg, doch prägten sich mir einige seiner Bilder und Szenen nachhaltig ein. William A. Wellman, der Regisseur von „Yellow Sky“, zeigte hier mit beeindruckend schönen Bildern Auseinandersetzungen zwischen den „Mountain men“ und Indianern, die ab 1950 im Hollywood Western wahrheitsgetreuer erscheinen. „Unreißerischer, geschichtlich, volkskundlich und psychologisch differenzierter Western mit Atmosphäre und lyrischen Passagen“, so charakterisiert ihn das Lexikon des internationalen Films. Erzähler: „My father told me that for the first time, he saw these Indians as he had never seen them before – as people with homes and traditions and ways of their own. Suddenly they were no longer savages. They were people who laughed and loved and dreamed.” Die nicht rassereine Ehefrau muß durch Pfeil-Beschuß ihres eigenen Stammes beseitigt werden, wahrscheinlich weil der Film schon 1942 entstand, wobei die Filmausrüstung auf Maultieren zu den Original-Schauplätzen geschafft wurde.

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