Lomers 2. Brief

Mahnzettel

„Wenn du, mein Freund und Schüler, den ersten Brief richtig durchgearbeitet hast, so hast du zweierlei erreicht. Du hast ein klares Bild deines eigenen Wesens und seiner Unzulänglichkeiten erhalten und hast gleichzeitig die ersten Schritte zur Abstellung dieser Mängel getan. Anders ausgedrückt: Du hast begonnen, Dich so zu sehen, wie der Geist Dich sieht, Dich in seine Absichten einzufühlen und ihnen gleich zu richten. Sei überzeugt, daß der Geist mit Dir, gerade mit Dir besondere Absichten hat, für die er Dich eigens gemacht hat und die kein anderer ebenso gut erfüllen kann wie gerade Du.“

Das ist beruhigend, und wir wollen deshalb Lomer weiter folgen, in dem er uns empfiehlt, Mahnzettel anzufertigen, mit kurzen, schlagkräftigen Sätzen, die uns immer wieder daran erinnern, was zu tun sei. Ist das aus Gründen der Anonymität nicht möglich, so kann man auch Abkürzungen oder Geheim-Zeichen wie z.B. ein Pentagramm notieren und an gut sichtbaren Plätzen installieren.

Mahnzettel-zeichenhaft

Denken ist für Lomer nicht nur eine Aufeinanderfolge von Bildern sondern „beseelte Elektrizität“. Der menschliche Organismus bestehe aus verschiedenen elektrischen Systemen, die ständig Schwärme von Elektronen austauschen, wobei es Ziel seiner Schulung sei, die höheren, rascher schwingenden der oberen Herrschaft über die niederen der unteren Systeme erlangen zu helfen. Wie stark dabei die Gedankenkraft wirkt, wird damit verdeutlicht, daß man mit der festen Überzeugung, gegen Krankheit gefeit zu sein, ohne weiteres einen Cholerasaal durchqueren könne. Auch wirkten sich die Fantasien von Schwangeren auf das Kind aus. Bemerkenswert sind seine Beispiele des Todes durch Gedankenwirkung, denn Marta Kalweit hat das 1968 praktiziert, als sie ihrem verstorbenen Mann 6 Tage später folgte.
In 2 Polen sei ein schöpferisches Urfeuer im Menschen versenkt. Der obere im Gehirn, der untere in den Lenden: „Das obere Licht kann nur erwachen, wenn ihm das untere seine elektrischen Energieen leiht. Dies ist der Grund, weshalb auf absolute Beherrschung des Geschlechtstriebes nicht verzichtet werden kann.“ Deshalb sei Leitwort der II. Stufe: „Sei Herr in Deinem Hause!“ Schränke den Fleischverbrauch ein und mache täglich Finger- und Armstreckübungen. Das Töten der Tiere ist ein Akt der Barbarei, Fleischessen mache den Menschen hitzig, sinnlich und leidenschaftlich. Das sanftere Naturell der Millionen von Menschen im Osten [Anmk.: mit Ausnahme von China, Japan, Korea, Vietnam, Kambodscha, Burma, Thailand, Malaysia und Indonesien] läge an ihrer fleischlosen Ernährung.
Um nicht Kraft an andere Personen oder Dinge zu verlieren, heißt das 1. Gebot, dem du zu folgen hast: „Isolierung!“. Ordne deinen Verkehr! Damit ist nicht gemeint, daß du wie ich als menschenscheuer Waldschrat leben sollst, aber „eine gewisse Einsamkeit ist unbedingt wünschenswert“. Umgebe dich also mit einer „Stahlkuppel“, die dir den Zustand der Unbewegheit wie ein Schutzwall bewahrt. Als weitere Übungsbeispiele solle man sich Bequemlichkeit beim Sitzen und Schlafen versagen. Gehen dir gewisse Geräusche auf den Sack, wie z.B. christliche Sehrlautsprecher-Predigten morgens um 4Uhr30, „zwinge Dich, es mit heiterer Miene und größter innerer Ruhe anzuhören, führe die Gelegenheit dazu herbei!“ Solltest du eine Abscheu vor giftigen Schlangen, Spinnen und Tausendfüßlern haben, „tritt gerade diesen Tieren näher, fasse sie an, streichele sie, sei gut Freund mit ihnen“. Bedenke, daß du ihnen weltgeistlich gesehen „stofflich durchaus verwandt bist“.

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