Lomers 5. Brief

Lomers-Om-Praxis

„In die Übungen der fünften Stufe eintreten soll nur, wer sich einer vollkommenen Gesundheit des Leibes und der Seele erfreut. Ausgesprochen schwächliche Menschen, namentlich solche, die an zehrenden oder Nervenkrankheiten, besonders Zwangs-Vorstellungen und dergl. leiden, dürfen die kommenden Übungen nicht machen, da die letzteren geeignet wären, ihnen ernsten Schaden zu tun.“ Jene können ihr Leben trotzdem reich und fruchtbar gestalten, in dem sie sich „ein paar Jahre lang in das Studium der praktischen Astrologie oder Chirologie“ vertiefen. „Du aber, mein anderer Begleiter, der im Vollbesitze gesunder Kräfte bis hierher gelangt ist, nimm meine Hand und laß dir zum Erklimmen der fünften Stufe behilflich sein.“
Vor allem: „Lerne schweigen!“ Die Disziplin des Schweigens sei eine der wichtigsten Waffen im Kampfe um Glück und Erfolg. Sprich täglich 1 Stunde nur das absolut Notwendige mit anderen Menschen! „Jeder Wortimpuls, den du unterdrückst, speichert sich als psychoelektrische Energie in dir auf, erhöht also deine seelische Spannkraft und dient damit deinen höheren Zwecken.“ Mache dir notfalls in Selbstgesprächen in freier Natur Luft.
Auch das Hungern gehöre zum Glück, denn der Organismus, der ein echtes Gefäß höherer Kräfte werden will, muß schlackefrei sein. Zwar überall in der Welt gefürchtet, sei doch der Hunger die beste Würze des Lebens und Hebel aller Entwicklung (z.B. der Völkerwanderungen). Richte deshalb 2x wöchentlich einen Suppentag ein!
Wir, die Söhne des Urlichts, sind mit jenem durch den Atem verbunden. Alles Leiden geht mit „Atemstörungen einher, weil sie auf einer Entfremdung vom Allgeiste beruhen“. Wobei es dabei besonders um die Aufnahme eines „geistigen Sauerstoffs“ gehe. Überhaupt beginne Leben und damit die astrologische Zuordnung erst mit dem Odem, mit dem die „elektro-magnetische Muttersubstanz“ in den Menschen eintrete. In der Übung der „kosmischen Atmung“ male man sich aus, wie man mit jedem Atemzuge in unmittelbare Verbindung mit den „Enden der Welt“ [Nordsulawesi?] trete. Man ziehe also seinen Atem letztlich aus dem Weltraum.
Wie bereits im 2.Brief dargelegt, enthält der menschliche Körper 2 „Hauptzentren des zeugenden Feuers“ zwischen denen sich ein nicht weniger wichtiger Kraftpunkt befinde – das zentrale Herzzentrum unweit des physischen Herzens. Während sich oberer und unterer Pol in der Senkrechten befinden, verlaufen die psycho-elektrischen Ströme dieses Zentrums in ost-westlicher Richtung. Daraus entstehe „das uralt heilige Symbol alles höheren, alles vollendeten Menschentums – das Kreuz“. Das astrale Herz „ist also Ort und Organ eines hochwichtigen Stromausgleiches … Alles Physische wurzelt im Seelischen“.
Besondere Aufmerksamkeit schenkt Lomer den „Wortmysterien“, denn die deutsche Sprache gehöre „zu den vollkommensten Sprachen der Welt“. Das „l“ habe eine innere Beziehung zur Welle [„labern“?], das „s“ eine zum Feuer [„Sabotage“?]. So drücke das „i“ Vereinzelung, Absonderung aus [„Idiot“?], das „e“ das Gestreckte, Bewegung in waagrechter Richtung [„Ente“?], das „o“ dagegen Bewegung nach oben [„Orgasmus“?], im „u“ findest du das Untere [„Ufo“?] und im „a“ das Körperhafte [„April“?]. „Begreifst du nun, daß es seine tiefe Bedeutung hat, wenn die alte hochheilige Gottesbezeichnung ‚Jehova‘ alle 5 Vokale enthält?“ [Nein, das begreife ich nicht.]
Zu beachten sei, daß jedes Organ unseres Körpers einen Eigenton besitze, der nach den Individuen und Rassen wechsele, wobei für den Sitz des Göttlichen Genius in der Gegend der sogenannten Zirbeldrüse die Kopfform, der Schädelbau eine wesentliche Rolle spiele. Für die Männer der arischen Rasse liege der Eigenton der Schädelhöhle in der Gegend des musikalischen Tones e.

Fuss-Meditation

Es sei Gesetz, daß bei richtiger Anwendung und Weckung all dieser kosmischen Kräfte, beginnend mit den Füßen, der Vergeistigungsprozeß von hier aus automatisch auf die übrigen Körperteile übergreife. Deshalb suche die Buchstaben des heiligen ABC, wie z.B. der altüberlieferten Sanskrit-Silbe OM, zunächst in den Füßen lebendig werden zu lassen, in dem du dir vorstellst, wie du den Buchstaben in den linken Fuß einatmest. „Gleichzeitig suche dein Ich-Bewußtsein in den linken Fuß zu versetzen und die innere Wirkung, das innere Wesen, den Geist des Buchstabens im Fuß zu fühlen, fühlend zu erfassen.“ Für die Vollendung der „göttlichen Buchstabierkunst“ seien in jedem Falle „Jahre notwendig, und zwar Jahre ernster, anhaltender Arbeit und Versenkung in die Aufgabe“.

Seyfried-Metaphysiker

Gerhard Seyfried

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