Rückkehr nach mißglückter Flucht

russ-Denkmal-Stallupoenen

„Einige Frauen, mein Sohn und ich machten uns auf den Weg (zurück) nach Stallupönen. Fast jeden Tag legten wir 20km zurück. Zur Nacht suchten wir uns dann eine Unterkunft. Überall auf den Straßen trieben sich noch Russen herum, und diese paßten auf, wo die Deutschen hingingen. In der Nacht drangen sie dann in unsere Unterkunft und haben uns alle vergewaltigt. In einer Nacht holten mich die Russen fünfmal. Viele Frauen wurden bis zu 15 Mal von den Russen geholt. Es sind sehr viele kurz darauf verstorben.
Unterwegs sahen wir an den Straßen junge und alte Frauen liegen, die einfach zu Tode gequält waren. Diesen Frauen hatten die Russen dann die Röcke über den Kopf geschlagen. Wir konnten dann sehen, daß Unterwäsche und Unterleib vollkommen blutig waren. In einem Bunker fanden wir ein Mädchen mit ihrem Vater, die beide von den Russen ermordet waren. Dem Mädchen waren ebenfalls die Röcke hochgeschlagen, und wir konnten sehen, daß auch ihre Unterwäsche blutig war. Auf dem Marsch nach Stallupönen haben wir während der ganzen Zeit jede Nacht solche Schreckensbilder gesehen oder sogar selbst erlebt … Als wir in Stallupönen ankamen, fanden wir dort nur etwa 20 deutsche Frauen, die die Straßen reinigten, vor … Unsere Wohnungen waren vollkommen ausgeräubert. Es waren nur noch die kahlen Wände zu sehen. Sogar die Dielen waren aufgerissen, und die Zentralheizung abmontiert. Wir suchten uns etwas Stroh und machten uns ein Lager.“

aus „Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa“, Bundesministerium für Vertriebene
Foto: Kurt Frick, russisches Denkmal in Stallupönen, 1985

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