Ein Lebenslauf

Kurt-Dobat-USA

aus dem „Nachrichtenblatt der ehemaligen Stallupöner Realgymnasiasten und Luisenschülerinnen“ (Nr.4, Marburg Lahn, Januar 1956):
„Kurt Dobat [1908-1990, älterer Bruder meines Vaters; er starb 1 Jahr nach ihm, dafür blieb meinem Vater Kurts Siechtum erspart] gibt in Stichworten seinen Lebenslauf, ab 1928; Kaufmann in New York, Landwirt in Ostpreußen, Soldat und Unteroffizier, in amerikanischer und englischer Gefangenschaft, kaufmännischer, dann Behördenangestellter, seit 1955 Angestellter in der Industrie [Hanomag], verheiratet, 4 Töchter im Alter von 14 bis 7 Jahren, seit kurzem schöne Vierzimmerwohnung in Hannover.“

Ich meine, er war nach dem Krieg sogar bei der Volkspolizei in der DDR. Was für ein Lebenslauf! Seine Töchter, meine Cousinen, haben mir später vorgeworfen, ich hätte sie bei meiner Konfirmation nich mit meiner Eisenbahn fahren lassen. GANICH WAHR! Aber natürlich machte es mich nervös (gequältes Lächeln), daß sie ein Zugunglück verursachen könnten – so als ungelernte Lokführerinnen.

Vorsicht-Cousinen 62

holl,-Staatsbahn-Sumatra

von der Hanomag gebaute Lok für die „Holländische Staatsbahn“ auf Sumatra (1920)
Iss das nich göttlich? „Holländische Staatsbahn auf Sumatra“! Fast so gut wie „Deutsche Schutztruppe in Afrika”.

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Ein Gedanke zu „Ein Lebenslauf

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