Friedreich

Ruth-Hische

Ruth Hische (*1934) aus Rotenburg/Wümme, die 30 Jahre lang in Bremen als selbständige Buchhalterin gearbeitet hat, gab eines Tages fast alle Zivilisations-Gewohnheiten auf und zog sich in die Einsamkeit zurück. In der Nähe von Oyten bei Bremen baute sie sich 1974 eine 4x2m große Höhle aus Holzkisten, Stroh und Laub an einer Böschung, um in Ruhe schriftstellerisch tätig sein zu können. „Die glücklichste Zeit meines Lebens begann. Hier draußen ist es unwahrscheinlich schön. Die Moore, die Wälder und diese Einsamkeit.“ Als die Rotenburger Kreiszeitung sie 1976 entdeckte, schrieb sie gerade an einem Roman. Von der Zivilisation losgesagt hat sie sich eigentlich nicht. „Nein, als ich mir diese Höhle mit dem Namen ‚Friedreich‘ baute, war es mein Ziel, nach meinem eigenen Stil zu leben.“ Unglücklich war sie nur, weil dabei ihr Meerschweinchen „Purzel“ eine eigene Freiheitsversion wählte und entkam. „Seitdem ich hier lebe, kenne ich keine Erkältung mehr.“

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