Paradigmen in den Tropen

Kalweits-Team

Mein Onkel Christoph Kalweit (1881-1968), königlicher Baumeister zu Hannover, nahm seinerzeit teil an der berühmten Expedition nach Indonesien zur Erforschung biographisch-hermeneutischer Paradigmen in den Tropen. U.a. war es seine Aufgabe, ausgehend von den Erkenntnissen Alois Brandstätters, zu überprüfen, ob es in Südostasien Anhaltspunkte für eine Architektur der „Kleinen Völker“ gab. Als ich anläβlich seines Todes den Nachlaβ in seinem Hause in Hannover sichtete, fand ich in einer Abstellkammer unter der Treppe achtlos dort hineingeworfene Briefe, Akten, Zeitschriften und Bücher, die zwar den Krieg überstanden hatten, die aber jetzt niemanden zu interessieren schienen. Da ich aus Mangel an Zeit und Raum den Abfallhaufen nur oberflächlich untersuchen und nur weniges auswählen und aufbewahren konnte, sind möglicherweise wesentliche Forschungs-Ergebnisse für immer verloren.
Glücklicherweise stieβ ich auf eine alte, halb zerfressene Kladde mit einem Einband, der aussah wie Lava, und in der ich zum ersten Mal Notizen und Aquarelle über die „Lalat“ sah, eins der „Kleinen Völker“, welches mein Onkel auf Celebes entdeckt und zu denen er möglicherweise eine besondere Affinität hatte, weil er selber recht kurz geraten war. Das Foto zeigt ihn (Mitte hinten) und seine Mitarbeiter, nachdem sie mal wieder geraucht hatten.
Tatsächlich wurde mir zu jenem Zeitpunkt gar nicht klar, was ich da gefunden hatte. Erst nach meiner Auswanderung nach Nord-Sulawesi, als ich selbst durch Zufall mit den Lalat Kontakt bekam und auf eigene Faust zu forschen begann, stieβ ich im Keller der Bibliothek Manados auf die Arbeit des Ethnologen Max van Kissbergen, der ausdrücklich auf die Ergebnisse meines Onkels Bezug nahm. Irre, wie das alles so vernetzt ist.

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8 Gedanken zu „Paradigmen in den Tropen

  1. Ja, aberr sach mal Hessenhexer, da wollt ich auch wieder bei dir einen Kommentar schreiben, genau, wg. des >>vom Zirkus “nur für die Tiere” Geld sammelnder Mann<<, geht das aber da gar nicht mehr. tzz Was is??

    Ansontes, hängt doch alles auch irgendwie mit allem zusammen #verwandtschaft von tomschrat ??

  2. Tomschrat IST schon Richtung Osten ausgewandert, ich noch nicht.
    Das ist schon die ganze „Verwandschaft“. 🙂

    Bei mir plan ich grad privat ein paar Änderungen,
    und da kann ich die abartigen Kommentare heimlich rassistischer Politkasper und abgehalfterten Politkasper grad nicht brauchen.
    Wir wollen ja nicht, daß ich die Stalker dahin hexe, wo der Professor Genosse Genosse Genosse schon auf der Wolke sitzt und zur Harfe sein „Ächhhhhh bennn noch langgge nächt befrädäggt“ heiser „singt“?

  3. Ich kann nix dafür!
    Der Mann hat ganz alleine entschieden, sein Geschrei im Rathaus als Gesang vorzutragen. Als Dank, weil sie ihm das „Marburger Leuchtfeuer“ verliehen haben.
    Obwohl doch SEINE Stalkerin MEIN Haus angezündet hat, kriegt DER den Feuerpreis. Gemein. Fast paradigmanisch!
    Seit 2 Wochen oder so singt er jetzt im Himmel, als linker Prof. darf er zur Linken seines Jesulein sitzen.

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