Road Movie

Road-Paloma

Filme, die damit beginnen, daß ein Stacheldraht-Zaun repariert wird, haben sofort meine volle Sympathie (Die anfangs geplante sadistische Rache-Szene wurde sinnvollerweise gestrichen.). Und wer auf seinem Chopper schon mal eine einsame Landstraße OHNE Helm langgefahren ist, wird dem Film „Road to Paloma“ ziemlich kritik-gedämpft ausgeliefert sein. Dazu kommt ein reichlich guter Soundtrack, dessen provozierte Wehmut nur durch die Erinnerung an miserables deutsches Wetter und den deutschen TÜV gedämpft wird (Bau- und Motorrad-Ordnung sind eindrucksvolle Beispiele für Überregulierung in D.).
Sicher, es handelt sich um eine „Easy Rider“-Kopie auf indianisch, und die Story ist etwas dünn. Das war jedoch bei Dennis Hopper nicht anders. Auch verirren sich die schönen Bilder gelegentlich ins Malboro-Valley. Aber gute Biker-Filme sind leider rar, weil das Thema überwiegend von bierbäuchigen Harley-Fan-Idioten besetzt ist. Davon hebt sich das Debut des starken Typs Jason Momoa (*1979 Honolulu) doch deutlich sensibler ab, der u.a. Buddhismus in Tibet studierte. Und wenn hinter ihm in der Ferne der Blitz einschlägt, scheint ihn das selbst zu überraschen. Natürlich muß die Angelegenheit wieder tragisch enden. Das ist auch gut so, denn es ist nur ein Traum.

Ein Gedanke zu „Road Movie

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