Personen und Zeiten

Segelmarke

Die Kinder gehen in die Schule. Der Mantel und die Mütze werden an den Haken gehängt. Die Kinder setzen sich auf ihre Plätze. Die Mappe wird unter den Tisch gelegt. Vor der Unterrichtsstunde verhalten sich die Schüler ruhig und warten auf den Eintritt des Lehrers. Die Glocke tönt. Der Lehrer tritt in die Klasse. Die Kinder stehen auf und begrüβen ihn. Das Gebet wird gesprochen. Nun beginnt der Unterricht. Die Kinder sitzen still, falten die Hände und hören aufmerksam zu. Der Lehrer fragt:
Wie nennst du den Boten, der die Briefe, Zeitungen, das Frühstück bringt?
Breistücks-Bote.
Wie nennst du das Boot, das durch Segel, durch Ruder, durch einen Motor bewegt wird, das mit Dampf getrieben wird?
Segumampf-Boot.
Wie heiβt das Boot des Fischers?
Erna.
Was ist im 5.Gebot verboten?
Vatta und Mutta zu ehren. Viel interessanter iss aba das 2., weil dagegen dauernd vastoβen wird: Man soll nämlich nich malen! Weder was oben im Himmel, noch was unten aufer Erde iss. Schon ganich soll man sich einen Gott malen und ihn anbeten. Der richtige Gott wird dann eifasüchtich und ärgert noch die Kinda bis ins 3. und 4. Geschlecht.
Wo wird man ausgebootet?
In der Ehe.
Wo sind die Dinge?
Die Pferde stehen in der Kirche. Die Ochsen sind vor den Pfarrer gespannt. Die Uhr hängt am Turm. Das Mus auch. Der Lehrer sitzt auf dem Klo; die Hefte braucht er dafür. Das Ei des Kuckucks liegt auf dem Lehrer. Das Huhn sitzt oben drauf.
Gebrauche den richtigen Fall! Was schärfen die Mäher?
Die Mädchen.
Was werfen die Mädchen?
Die Mäher ins Heu.
Wen versorgen die Eltern?
Den Hund.
Was bringt der Herbst?
Tote Osterhasen.
Wen lehrt der Lehrer?
Den Papierkorb.
Was fressen die Pferde?
Den Lehrer.
Wen trägt das Meer?
Das Segumampf-Boot.
Wen trifft die Kugel des Jägers?
Das iss untaschiedlich.
Wem schadet der Hagel?
Der Versicherung.
Wem ist die Hitze angenehm?
Mir nich.
Welchen Tieren ist sie unangenehm?
Der Pelzmücke und dem Eisvogel.
Wem ist die Katze gefährlich?
Das kommt drauf an, auf wen sie fällt.

W. Splettstöβer, „Deutsche Sprachübungen – Septima“, Berlin 1922

3 Gedanken zu „Personen und Zeiten

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