Flaschenpost

flaschenpost

In Ermanglung von neuem deutschsprachigem Lesestoff kuck ich gerade die Reste meiner Sammlung von „art“-Heften durch. Iss wie eine Zeitreise durch die Kunst-Szene der 80er. Interessant auch die Anzeigen-Fotos von Kunstwerken, bei denen ich mich frage: Was wurde denn aus diesen Künstlern, die immer nur im Schatten der Stars standen und sich mehr oder weniger krampfhaft vermarkteten? Zum Beispiel aus Alois Janak, der 1980 eine Farbradierung mit dem Titel „Flaschenpost“ anfertigte. Nach Auswanderung auf eine einsame Insel sieht das nich aus. Angeboten von der Galerie Schmücking in Braunschweig. SCHMÜCKING? Das war doch dieser Galerist, der 1971 mit mir eine Einzelausstellung meiner Buntstift-Zeichnungen im Kunstverein Braunschweig machte und ausrief, als er meine Mappe zum ersten Mal sichtete: „Kauf ich! Kauf ich!“ Als ich ihn nach der Ausstellung, während der offiziell nichts verkauft wurde (das hab ich günstiger privat gemacht), nochmal auf seinen Kaufwunsch ansprach, wich er aus: Er hätte zur Zeit kein Geld. Hoffentlich isser nich bankrott gegangen, der arme Mann! So wie Paul Gauguin (1848-1903), der sich dann hungrig ganz der Kunst widmen konnte, obwohl keins seiner Bilder vom Publikum verstanden wurde. „Die Liebe zur Kunst nimmt mich derart in Anspruch, daß ich kein guter Geschäftsmann mehr sein kann. Ein Träumer ist dort fehl am Platz. Andererseits habe ich eine große Familie und eine Frau, die mit Entbehrungen nicht fertig würde.“ Stattdessen neigte sie zum Luxus und warf ihrem Mann sündhaften, grenzenlosen und brutalen Egoismus vor. Doch unbeirrt verließ er Europa – um unter christianisierten Wilden wieder mit der verhaßten Zivilisation konfrontiert zu werden. Bei seiner Ankunft auf Tahiti wurde gerade die Elektrizität eingeführt. Letztlich ein Opfer katholischer Missionare und korrupter Polizisten. Aber auch von Suff und Syphilis! Mit 55 findet man ihn tot auf, 3 Jahre später wird in Paris eine sensationelle Gedächtnis-Ausstellung eröffnet. 1980 erbringt die Versteigerung einer seiner Landschaften 2,9Millionen Dollar, 1982 der „Mann mit Axt“ 15Millionen DM.

12 Gedanken zu „Flaschenpost

  1. Dassde son Scheiß liest. Sowas klick ich nichma mitten Hamma an. Hass wohl keine Ziegen oda sonst nix zu tun. Außadem liecht mir das Schirmlesen nich. Macht meinen Augen keinen Spaß.

  2. Vasteh Dein Satz nich. Fehlt da n Fragezeichen? Bekannt iss, daß die E-books nich den erwarteten Erfolg gebracht ham. Da ham wohl andere auch dieses Lese-Mißvagnügen. Aba für Recherche und Kommunikation kann son Buch nich mithalten. Davon abgesehn, brauch ich wegen Jesus seine Auswanderung keine Recherche. Wichtich iss doch nur zu wissen, daß Moses am 11. April 1931 in Washington, D.C., erschienen iss.

  3. ja, das fragezeichen iss wech und hier fehlt jetzt ein semmlikolonn
    aba wem issa da in woschinkten wc erschienen?…auf dem Gipfel des Berges „Nebu“ gibt es ein Grab, das seit ungefähr 3500 Jahren als das Grab von Moses, verehrt wird. Von da aus aus kann man „Bethpeor“ („Bandipur“) sehen, und nah bei befinden sich „Hazbal“ („Hesbon“), „Moab“ und „Pisgah“. Umzu gibt es viele Orte mit dem Namen „Muqam-i-Musa“, was so viel wie „der Ort von Moses“ bedeutet;
    das Grab von Jesus iss in Srinagar, das von Tom in Madras!

  4. Woher willste das denn alles wissen? Nur weils da son nebulöses Grab gibt? Warste schon ma da?
    Sicher iss jedenfalls, wie am 2. Oktoba 1946 die Jungfrau Maria und der Stern von Bethlehem übam US-Kapitol erschienen sind. Und Adam persönlich am 20. Januar 1949. Die Informationen hat James Hampton (1909-64) vamittelt, Hohepriester des Silbapapiers.

  5. Liesma my link, ansonsten gips jeden tach so erscheinungen, zum byspiel tageszeitunk, wichtich wär, wemse kommt, nur so iss eina wie könich silbafolie auch haffbar, nur so könnwas glaum, oda foto, wie bei dir in dein block!

  6. Ich hab da wohl reingekuckt in Dein Link aba doch bedauert, wie son Scheiß durch Anklicken noch aufgewertet wird. Außadem, stell Dir ma vor, watt sollen all die hiesigen Jerusalem-Pilger denken, wännse feststellen, dasse alle nachen falschen Ort gepilgert sind. Ich mein, das wär doch ne kulturell-seelische Katastrophe. Das wär doch so, als wenn sich Mecker als n Irrtum rausstellt, und der Meteroit eigentlich in Köln untam Dom liecht. Stell Dir ma diese religiöse Vawirrung vor! Käm die ganzen Moslems plötzlich nach Köln!
    Leida hat James Hampton noch kein Block gehappt. Sonst wärnwa bessa informiert. Ich abeite ja auch an meinem Tempelgelände. Ich wollt das hier eigentlich so wie Ferdinand Cheval machen, aba wo ich jetz pleite bin, geht das nich mehr.

  7. bei cheval wa ich, bei Jesus in schrie Lanka dagegen noch nich,
    und pleite sindwa alle auf irnkne aat un waise, das iss doch norm aal;
    aba pilga will keina von uns bei sich zu haus – wennwa und solong wie wa noch lehm, kannich mir auch bei dir nich vorstelln !

  8. Und? Hat Dir sein „Palais idéal“ gefalln? Ich wa schon ma auf Schrielanka, aba nur aufen Flughafen. Unangenehme Wilde da.
    Zu mia pilgan sie jetz schon. Muß ich mich gegen mit Tor, Stacheldraht, Sprachlosichkeit und Waldschratichkeit appschotten. Liegt wohl an meina Bauart. Wa im Moor auch schon so.

  9. von schrielanka wollten wir ganich sprechen, es gink um schrienaggar wegen jesus;
    als ich beim briefträga wa, da iss der schon gans andas tot und nich wie du noch leep endlich;
    die achitekktur iss viel kleina als man sich das denkt, da iss deine ziege fast schon höha wennse auffem tisch steet; vieles sieht so hingepullert aus wie mit matsch im watt en mehr; bei dir iss meer klare kante und palm, iss ja auch pazi fick…

  10. Ach, opp nu n Nager schrie odan Langer oder das Schweigen, iss doch total global. Wichtich iss nur der Schrie an sich und als solcher. Die existenzielle Vawirklichung des Seins im Wahnsinn, wo man in Ruhe varrückt werden kann. Ich dachte mir das schon, daß der Cheval nur so lütch rumgemuddelt hat und ich kanticher bin. Ich wollte auch mehr son kantiches Chinesen-Barock, son angkorisches Watt, aba man kann ja nich alles ham.

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