Bibel und Flinte

buschkrieg

Was treiben wir Deutschen in Afrika? Hört, hört!
Die Sklaverei wird von uns allda zerstört.
Und wenn so ein Kaffer von uns nichts will,
Den machen wir flugs auf ewig still.
Piff paff, piff paff, hurra!
O glückliches Afrika!

Wir pred’gen den Heiden das Christentum. Wie brav!
Und wer’s nicht will glauben, den bringen wir um. Piff, paff!
O selig die „Wilden“, die also man lehrt
Die „Christliche Liebe“ mit Feuer und Schwert.

Wir haben gar „schneidige Missionär“. Juchhei!
Den Branntwein, den Krupp und das Mausergewehr. Die drei!
So tragen „Kultur“ wir nach Afrika.
Geladen! Gebt Feuer! Halleluja!

aus dem „Demokratischen Liederbuch“, Stuttgart, 1898

Postkarte: „Buschkrieg in D.O.A. 1915/18“

3 Gedanken zu „Bibel und Flinte

  1. Ja, da kann man schon den Verstand verlieren. Aber, wie der Zufall es will, kam auch wieder IHR ZITAT DES TAGES: Viele verlieren den Verstand deshalb nicht, weil sie keinen haben. Baltasar Gracián Y Morales (1602-1658), span. Schriftsteller

    Stay Heavy and Stay Rock!

  2. Bildlich gesprochen. Gehirnphysiologisch iss das komplizierter: Zum Denken sind ja alle grundsätzlich in der Lage, aber mit der Software stimmt oft was nich. Deshalb iss ja die Frage so wichtich: Wer programmiert?

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