Mein Tantchen

AusweisALackner

Über Leben und Persönlichkeit von Anna Lackner (1887-1992), Schwester meines Großvaters mütterlicherseits Ernst Lackner, wäre viel Interessantes zu erzählen. Leider war die Verwandtschaft meiner Mutter in unserer Familie nie so präsent wie die meines Vaters. Deshalb habe ich wenig erfahren und vieles vergessen über die kleine Frau, die meine Entwicklung aus der Ferne verfolgte. Nun ist wenigstens ein von der Gemeinde Masendorf ausgestellter Paß aufgetaucht, dessen Kopie mir Ina zugeschickt hat.

Was mich an Tantchen immer irritierte, schreibt Ina, die im gleichen Haus in Masendorf mit ihr wohnte, waren ihre Erzählungen von einem Bruder den sie in der Post aufgehängt haben! Sie ständig nachts davon träumte, und sie es mir schon als Kind erzählte, daß sie wieder Alptäume gehabt hat. Als ich später in ein Zimmer neben ihr Zimmer zog, da wachte ich nachts öfters auf von ihrem Schreien. Und das waren dann wieder die Alpträume ... Sie sprach von des Kaisers Kindern, daß sie die immer im Kinderwagen spazieren fuhr, wenn sie an der See in Urlaub waren.“

achtzig

Tantchens 80. Geburtstag Oktober 1967 in Masendorf

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3 Gedanken zu „Mein Tantchen

  1. Ja, ich hab auch schon gedacht, Blogger, die meinen, täglich posten zu müssen, wo ich kommentierte >> Mir hat mal eine Katze einen toten Vogel mitgebracht. Hat sie wahrscheinlich auch gut gemeint. ^^ auch hier zu kommentieren, als ich kurz überlegte, und dann meinte, dem Link Anna Lackner noch zu folgen, bevor ich was wg. Ahnenforschung betreibst du? schreiben könnt, und da les ich genau das. Aber manchmal schwirrt mir auch der Kopf. Alter Falter ^^

  2. Ich las gerade, daß Fjodor Dostojevskij 1876 sein „Tagebuch eines Schriftstellers“ 2 Jahre lang in einer Monatsschrift veröffentlichte:
    „Politische Ereignisse, Tagesfragen, Verbrechen und Prozesse, historische Betrachtungen, Werke und Personen des literarischen Lebens, psychologische und gesellschaftliche Erscheinungen, Nihilismus, Sozialismus, Religion, Selbstmorde … all das wurde auf den Seiten des Tagebuchs diskutiert. Das Tagebuch enthält eine Überfülle von Widersprüchen, aber auch von anregenden Gedanken und Beobachtungen. Darüber hinaus liefert es uns einen Schlüssel zu den Grundgedanken und Problemstellungen in Dostojevskijs Werken.“
    Wir befinden uns – trotz aller Unkerei – also durchaus in guter Gesellschaft.
    Ich habe tonnenweise altes Material gesichert und geerbt, von dem ein kleiner Teil es bis zum Äquator geschafft hat, und nur die modernen Computer haben es ermöglicht, das auch optisch interessant mit anderen zu teilen. Leider war vorher schon zu viel weggeworfen worden. Leider auch hab ich mich als junger Mensch durch die ewig selben Geschichten meiner Vorfahren eher genervt gefühlt, und so bleibt Tantchen heute nur ein liebevoller Geist für mich.

  3. Ja, dann bist du auch beschäftigt. Bei mir liegt selbst noch tonnenweise Material herum. Allerdings nicht sortiert. Eigentlich auch nichts besonderes. Bücher, Fotos, Videos, CDs usw. Meistens das eigene Leben betreffend. Und immer wieder sind auch andere involviert, denk ich mal. Aber auch einen guten Geist. ^^

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