Dunkelmänner

rosenberg

Alfred Rosenberg (1892-1946), bis 1923 schlecht deutsch sprechender russischer Staatsbürger, wurde mit seinem Wahn einer jüdisch-bolschewistischen Welt-Verschwörung zum führenden Theoretiker des Nationalsozialismus. Bis zu seiner Hinrichtung als Kriegsverbrecher blieb Rosenberg uneinsichtig: Der Nationalsozialismus war eine europäische Antwort auf die Frage eines Jahrhunderts. Er war die edelste Idee, für die ein Deutscher die ihm gegebenen Kräfte einzusetzen vermochte. Er war eine echte soziale Weltanschauung und ein Ideal blutbedingter kultureller Sauberkeit.“ Damit war der eigentlich sehr gebildete Mann nach 45 abgehakt, und ich habe weder sein berühmtes Buch „Mythus des 20.Jahrhunderts“ gelesen, noch ein Heft, das sich zufällig in meinem Besitz fand, welches sich mit der massiven Kritik an seinem Buch auseinandersetzt. Als ich nun in Ermangelung deutsch-sprachiger Lektüre dieses Heft durchblätterte, fielen mir einige Sentenzen auf, wie sie auch von mir veröffentlicht wurden. Das machte mich neugierig, und ich habe sie mir gleich mit einem braunen Buntstift angestrichen:
Es war nicht nur ein Lehrer in Breslau, der vor seiner Klasse forderte, den „Mythus“ zu verbrennen, sondern der katholische Bischof von Münster ließ in seiner Diözese Ende 1934 die anonyme Schrift „Studien zum Mythus des 20. Jahrhundertsals Beilage zum kirchlichen Amtsblatt veröffentlichen. Diese „Studien“ ohne Quellen-Angaben provozierten Rosenberg 1935 zu seiner Antwort, in der er nicht nur mit der Zentrums-Partei sondern speziell mit der Geschichte des Christentums abrechnete, teilweise, in dem er seine Gegner nur zitierte: „Durch alle Jahrhunderte ist es in allen Ländern des Orbis christianus der Ruhm von Episkopat und Klerus, auf seiten des Papstes zu stehen, auch gegen das eigene Land … Katholizismus jedoch bricht jedem Nationalismus das Rückgrat.“ Schon die Beauftragung des Petrus durch Jesus, die sich zwar in Matthäus 16, 18, jedoch nicht in den anderen Evangelien findet, sei erfunden. In 16, 23 wird Petrus sogar als „Satan“ verdächtigt. Diese Vereinnahmung der Kirchen-Führung durch Petrus löste Streit und blutige Krawalle zwischen den Gemeinden aus. „Entweder man gesteht ein, daß die römische Kirche in entscheidenster Weise historische Urkunden gefälscht und sie benutzt hatte, dann müßte sie gezwungen werden, heute selbst amtlich dies zuzugeben und ein Bedauern über alle dadurch hervorgerufenen Kriege des Abendlandes auszusprechen; oder aber man geht zur Totschweigetaktik über und spricht nur da, wo man nicht anders kann, über diese Dinge, weil man weiß, daß es dann eben mit dem unbedingten Glauben an diese sogenannte Unfehlbarkeit der Kirche vorbei ist.“ Rosenberg erinnert hier auch an 9 Millionen ermordete Ketzer. Wissenschaft und Aufklärung sind nur gegen die christlich-römische Kirche entstanden, deren eigentlicher Kerninhalt die Herrschaft der Priester über die Völker ist, und deren zentrale Lehre reichlich Widersprüche enthält. So gäbe es in den 4 Evangelien 2 ganz verschiedene Stammbäume Jesu Christi, und Altes sowie Neues Testament zeigen 2 erheblich unterschiedliche Charaktere Gottes. Abraham, mit dem Gott den ersten Bund schließt, kann sich sogar als Zuhälter betätigen, in dem er seine Frau aus Erwerbsstreben 2x verkuppelt. Der Ein-Gott-Glaube ist persischen Ursprungs. Luther, der fanatische Juden-Hasser, übersetzte die vielen Götternamen immer nur mit Jahwe. Die Ehelosigkeit der Priester begann erst mit Gregor VII. (1025-85). Seit dem steht die „ganze römische Kirchenlehre im Kampf gegen die Erfordernisse des Lebens“, in dem sie Perversionen in der Priesterschaft totschweigt, „Wunderheilungen aus epileptischen Ekstasen“ anerkennt und sich als Wettermacher bei Fronleichnams-Prozessionen betätigt. Für Rosenberg war die römische Kirche „die größte und erfolgreichste Geschichtsfälscherin aller Zeiten“. Doch obwohl „eine beginnende Entvölkerung Bayerns“ auf dem Hexenwahn beruhte, war dort nicht immer alles dunkel, und um 1882 soll es „noch eine gesunde Freiheit der Geschichtserforschung gegeben“ haben. „Es war damals noch nicht alles totgedrückt, was an Zeugen über die deutsche Vergangenheit, über die später zu Heiligen erhobenen gewalttätigen Sendboten Roms noch vorhanden war … Diese treue Anhänglichkeit an die altväterliche Naturreligion hielt das Bayernvolk vor allen anderen zusammen und hat es ehrenhaft erhalten.“ Um das Geschäft der Gnadenverteilung zu fördern, habe man die Erbsünde erfunden, doch erkannten einzelne Religionslehrer bereits im 19. Jahrhundert, „daß es mit der politischen Macht in Deutschland für die politisierende römische Kirche vorüber ist“. Die Zeit, in der die Franziskaner intelligente Persönlichkeiten wie Roger Bacon, Giordano Bruno, Kopernikus und Galilei demütigen und „den größten Menschen-Quäler Pedro Arbues zum Heiligen erheben konnten, seien vorbei. Sein Buch von der Inquisition auf den Index gesetzt, sah Rosenberg als „große Ehrung“ an.
Doch je stärker die Macht der katholische Kirche eingeschränkt wurde, um so hysterischer reagierte sie. Schon 30 Jahre Religions-Krieg hätten Papst Innozens X. nicht genügt, so daß er den Westfälischen Frieden verdammte. 1924 lautete der Amtseid des neuen Bischofs von Würzburg, Dr. Matthias Ehrenfried, in Anwesenheit von Staats-Vertretern: „Die Irrlehrer, die Abgetrennten vom Apostolischen Stuhl, die Empörer wider unseren Herrn und seine Nachfolger werde ich nach Kräften verfolgen und bekämpfen.“ Der Versuch der Aufsplitterung des Rheingebiets von Zentrums-Geistlichen im Elsaß war ebenso entscheidend für den Kampf der Nationalsozialisten gegen das Christentum wie die Aktivitäten in München hinsichtlich einer neuen Rhein-Donau-Föderation. Die dazu eingegangen Koalitionen mit Marxisten, existieren in Bremen heute noch, da sich beide Systeme in ihrer Totalität sehr ähneln: „Wir dürfen nicht müde werden, politisch zu kämpfen.“ Dem politischen Christentum seien „die Völker aller Zeiten und aller Rassen in gleicher Weise“ unterworfen. „Das gesamte Leben. Das öffentliche und private. Auch das wirtschaftliche und staatliche Leben.“ („Katholisches Kirchenblatt“, Münster, 1935). „Die Kirche Gottes wird stehen, wenn man von dem Buche Rosenbergs längst nicht mehr spricht und ein melancholischer Reisender die Ruinen der Leipziger Universität zeichnen wird.“ („Bayrische Katholische Kirchenzeitung“)
Das historische Versagen des Nationalsozialismus liegt u.a. darin, es nicht bei wissenschaftlicher Aufklärung und konsequent durchgeführter Säkularisierung belassen zu haben, sondern im Versuch, mit einer lächerlichen Germanisierung dem deutschen Volk eine neue, künstliche Religion aufzuzwingen. Das scheiterte an der Tradition, und so konnten sich die Christen nach 45 unberechtigter Weise als moralische Sieger fühlen. Wer während des 3. Reichs ausgetreten war, machte das schleunigst rückgängig, um nicht als Nazi oder Kommunist eingestuft zu werden. Doch sei allen södernden Rom-Pilgern der letzte Absatz Rosenbergs ins Poesie-Album geschrieben: „Die katholische Konfession hat dank der deutschen Duldsamkeit in religiösen Fragen – im Unterschied zur römischen Intoleranz – das gleiche Recht auf ihr freies Bekenntnis wie alle anderen Konfessionen in Deutschland. Ihr ist der Schutz des Deutschen Reiches in der Ausübung ihres Kultes zugesprochen worden, aber das Verhalten maßgebender Führer dieser römischen Konfession zeigt, daß man sich damit nicht begnügen, sondern den Gehalt der ganzen Staatsgewalt bestimmen will und sich anmaßt, das Denken, Fühlen und Forschen von ganz Deutschland zu diktieren. Hier wird es notwendig sein, daß mit entsprechender Sicherheit und Konsequenz der Lebensraum der römisch-katholischen Minderheit ebenso gesichert wie umgrenzt wird, um die ständigen Herausforderungen gegen Deutschland zu vermeiden und um endlich den durch diese herausfordernden Reden und Schriften gestörten konfessionellen Frieden zu sichern.“

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Jüdische Ohren

XXX D01 MAD ALFRED 18

„Als Abram 99 Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott, wandle vor mir, dann wirst du unsträflich sein, und ich will einen Bund stiften zwischen mir und dir und will dich über alle Massen mehren … Alles, was männlich ist unter euch, das soll beschnitten werden. An der Vorhaut sollt ihr beschnitten werden. Das soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. Im Alter von 8 Tagen soll alles, was männlich ist unter euch, beschnitten werden, Geschlecht für Geschlecht. Auch der Sklave, der im Haus geborne wie der von irgendeinem Fremden um Geld gekaufte, der nicht deines Stammes ist … Ein Unbeschnittener aber … dessen Seele soll aus seinen Volksgenossen ausgerottet werden: meinen Bund hat er gebrochen.
Genesis 17

Von einem Extrem ins andere. Vom Rassen-Gesetz zum Schutz-Gesetz. Normales Verhalten gegenüber Juden ist in D wohl auch von einer Generation, die mit dem 3.Reich nichts mehr zu tun hat, vorerst nicht zu erwarten. Dieter Hanitzsch, Karikaturist der Süddeutschen Zeitung, entlassen, weil er Netanyahu mit abstehenden Ohren gezeichnet hat, was angeblich ein antisemitisches Klischee sei. Das einzige Klischee in seiner künstlerisch mageren Zeichnung ist der Judenstern. Abstehende Ohren sind ein allgemein gebräuchliches Mittel, Personen lächerlich zu machen. Klischees in der Karikatur von Juden sind Nase, Haare, Kopfbedeckung. Tatsächlich handelt es sich um den Versuch, irrationales Verhalten und vorauseilenden Gehorsam zu begründen. Juden dürfen in D nicht kritisiert werden, ihre Religions-Praktiken auch nicht, obwohl dabei die Freiheit der Religions-Ausübung das höhere Gut des Rechts auf Unversehrtheit von Unmündigen verletzt.
Ich habe mich schon oft gefragt, warum Juden überall, wo sie auftreten, solch ein Haß entgegenschlägt, denn Juden-Progrome sind ja keine Erfindung der Deutschen. Jene haben sie nur perfektioniert. Der mit Wucherzins verleihende Finanz-Jude kann es nicht sein. Zins zu fordern, ist den Juden verboten (Ezechiel 18, 13), Banker sind allgemein verhaßt, und Progrome waren nur eine günstige Gelegenheit, sich seiner Schulden zu entledigen. Auch ihre raffinierte Methode, sich einen Gott zu erfinden, der sie auserwählte und ihnen Land schenkte, das anderen gehörte, ist von allen imperialistischen Nationen angewandt worden. Problematischer erscheint ihre selbst gewählte Absonderung von Andersgläubigen. Fremdkörper in einer Nation sind konfliktträchtig. Schnell ist da ein Sündenbock gefunden für alles, was schiefläuft. Schamanistische Rituale, wie das an den Körper binden von kleinen Kästchen (Tfillim) mit Gebets-Texten, zeigen die primitiven Wurzeln dieser Religion. Doch absolut ekelhaft wird es, wenn man jüdisches Brauchtum wie Schächten und Beschneidung näher untersucht. Wer das quälerische Aufschlitzen von großen Tieren mal wirklich erlebt, braucht keine theoretische Begründung mehr dafür, Vegetarier zu werden. Wirklich kriminell ist das Beschneiden von 8 Tage alten Säuglingen. Hier hat Religion das Denken von Eltern derartig verwirrt, daß Mitgefühl vollkommen überlagert wird. Statt den absurden Behauptungen über den angeblich hygienischen Effekt der Beschneidung zu folgen, sollte man sich Fotos des Vorgangs und solcher von verstümmelnden Komplikationen ansehen. Tatsächlich geht es darum, Menschen irreversibel zu markieren. Deren traumatische Reaktionen werden als „Opfer“ für Gott eingestuft. „Wir wissen heute, daß jede, wo immer am Körper des Kindes ausgeführte Operation als Kernpunkt für die Aktivierung, Reaktivierung und Rationalisierung von Vergewaltigungs- und Kastrations-Phantasien dienen kann … Kinder unter dem Druck des Kastrations-Komplexes empfinden die Operation als Verstümmelung, als Strafe für aggressive Tendenzen, für exhibitionistische Wünsche, für ödipale Eifersucht und onanistische Betätigung.“ (Anna Freud, 1952)
Obwohl mehrere Gerichts-Urteile die Beschneidung von Unmündigen als Körper-Verletzung einstuften, die nicht zum Wohle des Kindes ist, wurde seit 2012 versucht, diese eindeutige Erkenntnis gesetzlich zu unterlaufen. Auch in diesem Fall entwickelten die Volks-Vertreter ein Eigenleben, das nicht im Einklang mit der Volks-Meinung steht. Man bekommt einen Eindruck, von dem, was sich in D abspielen könnte, wenn der Islam noch einflußreicher wird:
„(1) Die Personensorge umfaßt auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.
(2) In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dürfen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen Beschneidungen gemäß Absatz 1 durchführen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und, ohne Arzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung vergleichbar befähigt sind.“
Dieses infame, politisch motivierte Gesetz ist seit Dezember 2012 in Kraft. Es enthält einen Freibrief für alle sich in D verbreitenden Wodu-Religionen, die minderjährige Opfer im Auftrage Gottes zu tätowieren, piercen oder sonstwie zu verstümmeln wünschen.

Die Entdeckung der Schildkröte

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Viele Jahre hatte Tom Knox von Dingen geträumt, über die er nie mit jemandem hatte sprechen können. Dieser Traum war es auch, warum er nicht geheiratet hatte; und dieser Traum war es auch, warum er nach Kambodscha gekommen war. Als kleiner Junge schon hatten bestimmte Worte ihn in eine andere Welt versetzt. Worte wie „Zimt“ oder „Safran“ oder „Straße von Malakka“, „Hindu“ oder „Zamboanga“ waren Zauberformeln für ihn. Sie ließen ihn fremde Länder ahnen, geheimnisvolle grüne Gewässer und Menschen, die er noch nie gesehen hatte. Später, als er wußte, was die Worte bedeuteten, wollte er die Orte und die Dinge kennenlernen, die diese Namen trugen. Als er älter wurde, sammelte er andere Worte und bewahrte sie wie Schätze in seinem Gedächtnis: „Monsunzeit“, „Mahagoni-Wälder“, „Reissümpfe“, „Gelber Fluß“ – Hunderte von Namen und Dingen aus dem Fernen Osten.

Lederer/Burdick Der häßliche Amerikaner, 1966

Foto: Marlon Brando in The Ugly American, 1963